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Y ON creative roots: ARNO

Aktualisiert: 15. März 2020

The Y ON blog reflects, analyses and connects business and design trends in fashion, interior and art focusing on purpose, consciousness and transparency.

The creative approach including strategic and adaptive thinking is based on my professional as well as on my private background.

Therefore please find in the first blog post two chosen art critics describing my father's work #everinspiring #everliberating:


ARNO

Stratmann

*1944 in Hattingen

✝2012


WERK

Abstrakte Malerei

auf Holz . hinter Glas . auf Papier

Kuriositäten





KUNSTKRITIKEN


KUNSTWELT 2010

Ausstellung anlässlich des 20. Jahrestages der deutschen Einheit


Auszug aus der Laudatio zur Ausstellungseröffnung von H. Schirmer, Kunsthistoriker, Potsdam, Kultusminister a.D. :

Mit der völligen Eliminierung des Figürlichen konzentriert Arno Stratmann sich ganz auf die Eigenwertigkeit der Farbmaterie und deren psychischer Wirkung.

Als Reaktionen auf Naturerlebnisse, die er auf lyrisch-abstrakte Weise in Empfindungen von Farbe und Stimmung umwandelt, erscheinen flächenhafte emotionale Farbsetzungen, die von kraftvollen und heftigen Pinselstrichen konturiert gesteigert werden. In ihrer rhythmischen Struktur werden sie zu Ausdruckselementen sowohl für Zustände von Ruhe und In-sich-gekehrt-sein wie von Disharmonie und Unruhe.


Auszug aus der Laudatio zur Ausstellungseröffnung von H. Rudolph, Kunsthistorikerin:


Bei der Betrachtung der Arbeiten von Arno Stratmann darf man nicht versäumen, auf die Maltradition des Informel hinzuweisen. Dennoch würden wir zu kurz springen, diesen Künstler ausschließlich in dieser um Autonomie ringenden Kunstrichtung der Nachkriegszeit zu verorten.

Arno Stratmanns Arbeiten suchen das Gespräch mit dem Betrachter.

Und es ist umso erstaunlicher, dass auch Menschen, die ihre Scheu vor abstrakten Werken betonen, diesen Dialog aufnehmen. Unter den vielen Gründen dafür, sind mir drei besonders wichtig.

Da ist die Entschiedenheit, mit der Arno Stratmann einen Farbton wählt und ihn raumbeherrschend einsetzt. Wir alle haben diese Wirkung auf uns heute erprobt.

Dann ist da die nicht minder intensive Konsequenz für Körperlichkeit und Materialität. Dem Sog der Farbe gesellt sich die Anziehungskraft des mit spürbarer Energie bearbeiteten Holzes zur Seite. Spürbar heißt hier, Spuren hinterlassen, die auch wahrgenommen werden sollen. Die Vitalität, mit der er dem Material begegnet, hat sich in das Holz hineingeschrieben und scheint in ihm weiterzuarbeiten. So spricht sich aus diesen narrativen Arbeiten untergründig eine prozesshaft wirkende Kraft aus, die von einem Geschehen kunde gibt, das auf geheimnisvolle Weise noch nicht auserzählt ist.

Drittens fasziniert Arno Stratmanns Meisterschaft in der Abstraktion eine Fülle von Assoziationen an Erlebtem, Gefühltem, Gedachtem freizusetzen. Die Arbeiten bleiben abstrakt und führen uns dennoch an Vertrautes heran. Immer wieder an landschaftliche Bezüge, überhaupt an naturhafte Vorgänge. Es mag sich dabei um raumgreifende äußerliche Naturhaftigkeit handeln oder um innere Vorgänge von molekularer Winzigkeit. Immer aber führen seine Arbeiten hin zu einem Kern, zum Wesentlichen, streifen alles Überflüssige ab. In ihnen spricht sich ein Vertrauen auf einen wie auch immer gearteten existenziellen Urgrund aus.


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